KTG Energie

Lösung für die insolvente KTG Energie AG umgesetzt

 

März 2017, Oranienburg

 

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Im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens ist die KTG Energie AG mit Unterstützung des Alt-Aktionärs, der Zech-Gruppe, saniert worden. Die Holding sowie die operativen Tochtergesellschaften werden dabei mit allen Mitarbeitern fortgeführt.


Die KTG Energie AG ist europaweit der führende Betreiber von Anlagen zur Produktion und Verwertung von Bioenergie zu Strom, Biomethan und Wärme. Das Anlagenportfolio umfasst 21 Biogasanlagenstandorte in 19 Tochtergesellschaften. Die installierte elektrische Anschlussleistung beträgt mehr als 53,5 MW Stromäquivalent. Vorinsolvenzlich erzielte die Gruppe mit 100 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Jahresumsatz von EUR 88,9 Mio..

Die KTG Energie stellte zum 27. September 2016 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO; die Eröffnung erfolgte ebenfalls in Eigenverwaltung zum 1. Dezember 2016.

Hintergrund der notwendig gewordenen Antragstellung war die Insolvenz der Muttergesellschaft KTG Agrar SE im Zuge des Ausfalls einer Anleihe-Zinszahlung.

Durch die Gewährung eines Massekredits durch den Hauptaktionär, der Zech-Gruppe, die zwischenzeitlich wesentliche Teile der insolventen Mutter der KTG Agrar SE übernommen hatte, konnte die Substratversorgung der Anlagen und somit die Fortführung sichergestellt werden.

Von Beginn an wurde von der Eigenverwaltung eine Insolvenzplanlösung mit Unterstützung durch die Zech-Gruppe angestrebt.

Alternativ wurde auch ein sog. Dual-Track-Investorenprozess aufgesetzt - einerseits um Alternativlösungen für ein etwaiges Scheitern des Insolvenzplanvorhabens vorbereitet zu haben und andererseits um eine Bietersituation um die bestmögliche Lösung entwickeln zu können. Somit sollte eine aus Sicht der Gläubiger maximale Befriedigung erzielt werden, ohne dass die durch den Hauptaktionär angestrebte Planlösung gegenüber etwaigen Alternativlösungen zu Lasten der Gläubiger gehen sollte.

Der Insolvenzplan wurde von der Gläubigerversammlung am 3. Februar 2017 angenommen und am 10. Februar 2017 vom Insolvenzgericht bestätigt. Am 16. März 2017 hat das Amtsgericht Neuruppin die gegen den Bestätigungsbeschluss vorgelegte Beschwerde als unzulässig verworfen, so dass nunmehr das Insolvenzverfahren kurzfristig aufgehoben werden kann.

München, den 17. März 2017